Nachdem gefühlt eine halbe Ewigkeit nichts in Jon Jones‘ zweitem Dopingfall passiert ist, erhielt er heute eine 15-monatige Sperre durch ein Schiedsgericht. Da der Dopingfall bei UFC 214 bereits 14 Monate her ist, darf Jones theoretisch bereits am 28. Oktober wieder in den Käfig steigen.

Für die meisten kam die Wendung in diesem Fall völlig überraschend, da Jones bereits das zweite Mal des Dopings überführt wurde und unter Umständen eine vierjährige Sperre hätte erhalten können.

Die tragende Rolle in diesem Fall spielte der Schiedsrichter Richard H. McLaren, der bereits einige Dopingfälle für die USADA verhandelt hat. McLaren ist der Meinung, dass Jones nicht mit Absicht Steroide genommen hat, sondern sie auf andere Weise in sein System gelangt sein müssen, zum Beispiel durch ein verunreinigtes Supplement.

Dies war auch von Anfang an Jones Verteidigungsstrategie gewesen. Allerdings ist wichtig zu erwähnen, dass Jones im Gegensatz zu anderen UFC-Kämpfern nie beweisen konnte, dass er ein verunreinigtes Supplement genommen hat, denn keines seiner bei der USADA eingereichten Supplements war verunreinigt.

Die Begründung des Schiedsrichters McLaren, warum er der Meinung ist, dass Jones unabsichtlich gedopt hatte, ist folgende: Jones hatte alle sogenannten out-of-competition Dopingtest bestanden, also Tests, die vor dem Kampf stattfinden, von denen die Kämpfer nichts wissen. Der Test, bei dem Jones positiv aufgefallen war, war der in-competition Dopingtest kurz vor seinem Kampf. Von diesem Test wissen jedoch alle Kämpfer. Deshalb glaubt der Richter, dass es keinen Sinn macht, dass Jones wissentlich gedopt war, denn er wusste genau, dass er getestet wird.

Für die UFC ist die 15-monatige Sperre ein Glücksfall, da für UFC 230 im MSG in New York am 03. November immer noch der Hauptkampf fehlt. Ob Jon Jones aber an besagter Veranstaltung kämpfen wird, ist völlig unklar.