Über die sportliche Seite (und das was danach kam) von UFC 229 wurde die letzten Tage ja bereits zur Genüge gesprochen und ob das Event rein sportlich ein Erfolg oder Misserfolg war, darüber kann man getrost streiten. Rein wirtschaftlich gesehen hat UFC 229 aber geliefert – und zwar in vorher nicht gedachtem Ausmaß.

McGregor ist – finanziell und marketingtechnisch gesehen – ein Lottogewinn für die UFC. So konnte der Ire die beiden bisher höchsten PPV-Zahlen bei seinen beiden Kämpfen gegen Nate Diaz generieren. Während 1,3 Millionen Zuschauer das erste Duell zwischen McGregor und Diaz kauften, waren es beim zweiten Aufeinandertreffen sogar 1,5 Millionen. Doch beide Veranstaltungen wurden nun durch UFC 229 eindeutig in den Schatten gestellt.

Wie bekannt wurde, haben knapp 2,4 Millionen Menschen das PPV zu UFC 229 gekauft, was den Rekord für eine MMA-Übertragung bedeutet und wohl auch insgesamt nur von einigen Boxkämpfen bisher übertroffen wurde.

Demgegenüber waren für das letzte PPV-Event – dem von Woodley vs. Till angeführten UFC 228 –  nur 130.000 Zuschauer zur Zahlung der PPV-Gebühr bereit. Was dabei auffällt ist die Tatsache, dass die Zuschauer zwar insgesamt immer noch bereit sind, Zusatzgebühren für PPV auszugeben, sich bei der Auswahl dieser Events aber mehr und mehr sprichwörtlich „die Rosinen“ herauspicken. Während McGregor mit UFC 229 die Messlatte für die nächsten Jahre wohl extrem hoch gelegt hat, verzeichnen die normalen Events der UFC immer weniger PPV-Käufe.

Dies führt dazu, dass die Wertigkeit der großen Namen für die UFC und damit der Einfluss dieser Kämpfer auf die UFC weiter steigt. Was das bzgl. Titelkämpfen und „Super Fights“ bedeutet, kann sich wohl jeder selbst ausmalen.